Der digitale Wandel macht auch vor der Reisewirtschaft nicht Halt und fordert die Unternehmen, sich und ihre Mitarbeiter für die künftigen Aufgaben in der digitalen Welt fit zu machen.

Seit 2018 gibt es die Möglichkeit, sich zum Kaufmann oder Kauffrau im E-Commerce ausbilden zu lassen. Diese kaufmännische Ausbildung ist auf digitalen Vertrieb spezialisiert und befasst sich z.B. mit digitalem Nutzerverhalten oder anwenderfreundlichen Benutzeroberflächen.

Nun gibt es eine neue Möglichkeit, sich in diesem Bereich fortzubilden, nämlich zum/zur geprüften Fachwirt*in im E-Commerce: eine Möglichkeit, berufsbegleitend mit den sich durch die Digitalisierung verändernden Anforderungen Schritt zu halten.

Die Fortbildung qualifiziert Mitarbeiter zur Entwicklung einer E-Commerce-Strategie unter Berücksichtigung unterschiedlicher Geschäfts- und Vertriebsmodelle sowie zur Gestaltung und Optimierung der Geschäftsprozesse, wozu unter anderem die Steuerung des Online-Shops und gezieltes Online-Marketing gehören.

Der Online-Vertrieb betrifft ja längst auch Reisen, die zunehmend online gebucht werden. Daher ist die jetzt veröffentlichte Verordnung über die neue Fortbildung zu begrüßen. Denn: Mit der praxisnahen Zusatzqualifikation werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lage versetzt, ihre Unternehmen auf dem Weg in die digitale Zukunft zu begleiten und somit im Wettbewerb bestehen zu können. Auch für die persönliche Weiterentwicklung bzw. -bildung der Fachkräfte ist das Angebot attraktiv: die für die Prüfungszulassung erforderliche Berufserfahrung ist der Vorbildung angepasst und reicht von ein bis fünf Jahren, so dass die Fortbildung nahezu allen Mitarbeitern offen steht. Die Möglichkeit der Förderung, bspw. über Aufstiegs-Bafög, macht die Fortbildung auch finanziell interessant.